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In commemoration of the U.S. premiere of Wagner’s Die Walküre on April 2, 1877, A Superfluous Man presents the incomparable James Morris as Wotan, kissing the godhead from the late Hildegard Behrens as Brünhilde. Leb’ wohl, Frau Behrens.

As the Reader surely will agree, it is now nigh impossible to imagine anyone else than Mr. Morris in the role of Wotan–or Hans Sachs or the Flying Dutchman, for that matter. It is our privilege to be contemporaries of this great talent.

Leb’ wohl, du kühnes, herrliches Kind!
Du meines Herzens heiligster Stolz!
Leb’ wohl! Leb’ wohl! Leb’ wohl!
Muss ich dich meiden,
und darf nicht minnig
mein Gruss dich mehr grüssen;
sollst du nun nicht mehr neben mir reiten,
noch Met beim Mahl mir reichen;
muss ich verlieren dich, die ich liebe,
du lachende Lust meines Auges:
ein bräutliches Feuer soll dir nun brennen,
wie nie einer Braut es gebrannt!
Flammende Glut umglühe den Fels;
mit zehrenden Schrecken
scheuch’ es den Zagen;
der Feige fliehe Brünnhildes Fels! –
Denn einer nur freie die Braut,
der freier als ich, der Gott!

Der Augen leuchtendes Paar,
das oft ich lächelnd gekost,
wenn Kampfeslust ein Kuss dir lohnte,
wenn kindisch lallend der Helden Lob
von holden Lippen dir floss:
dieser Augen strahlendes Paar,
das oft im Sturm mir geglänzt,
wenn Hoffnungssehnen das Herz mir sengte,
nach Weltenwonne mein Wunsch verlangte
aus wild webendem Bangen:
zum letztenmal
letz’ es mich heut’
mit des Lebewohles letztem Kuss!
Dem glücklichen Manne
glänze sein Stern:
dem unseligen Ew’gen
muss es scheidend sich schliessen.
Denn so kehrt der Gott sich dir ab,
so küsst er die Gottheit von dir!